Die Hallerzeit

Christian Haller, anno dazumal Wirt in Puchenstuben, war einer der Anführer im Bauernaufstand gegen die Herrschaften am Ende des 16. Jahrhunderts.
Vor allem wegen der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage der niederösterreichischen Bauern kam es zum Aufstand gegen die Adeligen. Davon betroffen waren das Most- und das Waldviertel.

Haller war Untertan des Freiherrn Ferdinand von Concin, der ihm eines Tages Unrecht tat. Das veranlasste Haller zum Aufruhr. 1597 zog er als Anführer der Bauern von Scheibbs, Frankenfels und anderer Gemeinden gegen Ybbs. In weiterer Folge zog Haller zur Hauptmacht der Aufständischen nach Melk, plünderte das Kloster Lilienfeld und das Kloster Gaming. Bald begann auch die Belagerung St. Pöltens unter der Führung von Haller und Georg Steinhauser, dem Schulmeister Neuhofens.